Hinter Fensterglas bräunt es sich risikoärmer

3. August 2001, 12:43
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... und nach Tomatenkost, behaupten Forscher

Baierbrunn/Solingen - Hinter Fensterglas kann man im Sommer auf weniger gefährliche Weise Sonnenbräune erwerben. Wie die Zeitschrift "Apotheken Umschau" schreibt, halten selbst ganz einfache Glasscheiben die ultravioletten Strahlenbestandteile, die Hautkrebs auslösen können, bis auf einen kleinen Rest zurück.

Den Angaben zufolge sind dies die gefährlichen UV-B- und UV-C-Strahlen. Die UV-A-Strahlen, die die Haut lediglich bräunen, dringen dagegen zu einem Großteil noch durch das Fensterglas hindurch. Allerdings weisen die Experten auch darauf hin, dass jede Bräunung der Haut diese letztlich schneller altern lässt.

... und Tomaten

Häufiger Genuss von Paradeisermark wirkt wie ein Sonnenschutzmittel von innen, heißt es nach Angaben des Informationskreises Mundhygiene und Ernährungsverhalten. Eine deutsch-holländische Forschergruppe hatte den Schutzeffekt an 19 Testpersonen untersucht.

Neun von ihnen nahmen über einen Zeitraum von zehn Wochen täglich eine Paste aus 40 Gramm Paradeisermark und zehn Gramm Olivenöl zu sich, die übrigen erhielten neben der normalen Nahrung ausschließlich Olivenöl. Beide Gruppen wurden derselben Menge an UV-Strahlung ausgesetzt. Das Ergebnis: Die Gruppe mit Paradeisermark hatte bis zu 40 Prozent weniger Sonnenbrand als die andere.

Die Forscher führen diesen Effekt auf das in Tomatenmark reichlich enthaltene Lycopen zurück. Dieser Stoff gehört den Angaben zufolge zur Gruppe der Carotinoide, deren UV-Schutzeffekt schon seit längerem bekannt ist. Carotinoide wirken als Radikalfänger und sind vor allem in roten und gelben Gemüsen enthalten. (APA/AP)

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