CIA hat peruanischen Ex-Geheimdienstchef unterstützt

3. August 2001, 11:43
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US-Geheimdienst soll laut Presseberichten trotz Korruptions-Verdachts Millionen gewährt haben

Washington - Der US-Geheimdienst CIA hat einem Pressebericht zufolge den früheren peruanischen Geheimdienstchef Vladimiro Montesinos mit Millionenbeträgen unterstützt, obwohl er über dessen Korruptionspraxis unterrichtet war. Der CIA selbst habe das peruanischen Ermittlern mitgeteilt, berichtete die US-Zeitungsgruppe "Knight Ridder" am Freitag. Demnach unterstützte der US-Geheinmdienst Montesinos Anti-Drogen-Kampagne von 1990 bis 2000 jährlich mit einer Million Dollar (1,125 Mill. Euro/15,5 Mill. S). Ein Dokument der US-Drogenbehörde DEA vom August 1996 belege zudem, dass die USA wussten, dass Montesinos Geld von Drogenhändlern erhält.

Die peruanische Staatsanwaltschaft will laut "Knight Ridder" nun klären, ob Montesinos das Geld aus den USA zum Teil in die eigene Tasche gesteckt hat. Mindestens 270 Millionen Dollar (307 Mill. Euro/4,23 Mrd. S) wurden demnach auf Geheimkonten unter anderem in Miami und New York gefunden, die dem Ex-Spion gehören sollen. Der 55-jährigen Montesinos sitzt derzeit unter anderem wegen Menschenrechtsverletzungen, Waffenschmuggel, Geldwäsche, Drogenhandel und Bestechung in Peru in Untersuchungshaft. Gegen ihn sind 52 Verfahren anhängig. (APA)

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