SPÖ-Abgeordnete Brunhilde Plank tödlich verunglückt

3. August 2001, 13:36
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Steirische Mandatarin war auf Bergtour in Grönland

Wien - Die SPÖ-Abgeordnete Brunhilde Plank (45) ist während eines Urlaubs in Grönland bei einer Trekking-Tour tödlich verunglückt. Die steirische Mandatarin war Behindertensprecherin der Sozialdemokratischen Partei und hatte sich zuletzt vor allem gegen die Besteuerung der Unfallrenten vehement eingesetzt.

Plank war mit Bekannten auf einer Trekkingtour in Norwegen. Von dort aus war sie mit einem Führer und einem deutschen Bekannten weiter nach Grönland gefahren, wo es - wie erst jetzt bekannt wurde - Dienstag dieser Woche zum Unglück gekommen ist. Der genaue Unfallhergang ist bisher noch nicht geklärt.

SPÖ-Parteivorsitzender Alfred Gusenbauer bezeichnete Plank als "besonders engagierte und versierte Politikerin, die sich vor allem für Probleme der Behinderten einsetzte. Sie war über alle Fraktionsgrenzen hinweg anerkannt und hinterlässt eine große menschliche Lücke".

Fischer zutiefst erschüttert

Nationalratspräsident Heinz Fischer zeigte sich über den Unfalltod von Plank zutiefst erschüttert. Für das Parlamentsgebäude ordnete er Trauerbeflaggung an.

Die am 3.März 1956 geborene AHS-Lehrerin war geschieden und hinterlässt zwei Kinder. Erst in der vergangenen Woche war der Kärntner FPÖ-Abgeordnete Jakob Pistotnig bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen. (APA)

Betroffenheit quer durch die Parteien

Die am 3.3.1956 in Rottenmann in der Steiermark geborene Plank hatte an der Karl- Franzens- Universität Graz das Lehramt für Deutsch und Französisch absolviert. 1983 wurde sie AHS-Lehrerin, 1992 Professorin.

Von 1996 bis 2001 war sie Mitglied des Gemeinderats von Irdning, ferner Bezirksfrauen- vorsitzende der SPÖ Liezen und später auch Ortsparteichefin der SPÖ Irdning.

In den Nationalrat kam Plank am 29. Oktober 1999. Dort war sie als Behinderten- sprecherin tätig. Die steirische Abgeordnete galt als eine der Hoffnungs- trägerinnen der Partei.

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