Viag Interkom erwartet 2003 positives Ebit

3. August 2001, 09:49
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Einstellungsstopp - Viag Will bei UMTS eigenständig bleiben

Der Mobilfunkanbieter Viag Interkom erwartet, im Jahr 2003 im operativen Geschäft die Gewinnschwelle zu erreichen. "Wir rechnen etwa im März 2003 mit einem positiven Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Amortisation)" sagte Viag-Chef Joachim Preising in einem Interview. "Wir müssen sehr schnell profitabel werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind wir bereit, einschneidende Schritte zu unternehmen", sagte Preising weiter und fügte hinzu, dass es bei Viag Interkom derzeit einen Einstellungsstopp gebe.

Der Mutterkonzern British Telecommunications Plc hatte zuvor mitgeteilt, dass Viag Interkom in den Monaten April bis Juni 2001 einen operativen Verlust von 66 Millionen Pfund verbucht habe. Viag Interkom trug damit deutlich zum Verlust der BT-Mobilfunksparte, BT Wireless, bei. BT Wireless hatte im ersten Geschäftsquartal 2001/2002 einen Fehlbetrag vor Goodwill, Amortisierung und Sondereffekten von 95 Mill. Pfund (155 Mill. Euro/2,13 Mrd. S) verzeichnet.

Preising hat Behauptungen zurückgewiesen, Viag Interkom stehe unter Fusiondruck, um im Geschäft mit den neuen Mobilfunkstandard UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) überleben zu können. "Ich erwarte, dass Viag Interkom in diesem Marktumfeld eigenständig bleibt ...", sagte Preising. Analysten halten dagegen eine Fusion zwischen Viag und einem Konkurrenzanbieter aus Kostengründen und zur Wettbewerbskonsolidierung für möglich.

Unternehmensangaben zufolge plant British Telecommunications zudem die Tochter BT Wireless auszugliedern. Analysten rechnen Ende des Jahres mit der Ausgliederung von BT Wireless, zu der neben Viag Interkom auch andere britische, niederländische und irische Geschäftseinheiten gehören. (APA/Reuters)

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