Wiener Umweltstadträtin fordert Maßnahmen von Bund und EU

3. August 2001, 10:10
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Frühere Freifahrtaktionen hätten nur marginale Wirkung gehabt

Wien - Die Meteorologen können vorerst vor allem für den Osten keine Entspannung versprechen: Laut Hoher Warte dürfte bis Samstag dort und auch im Süden endgültig die 35-Grad-Celsius-Marke überschritten werden. Erst am Sonntag sollen sich Gewitter und Schauer vom Westen her auf das gesamte Bundesgebiet ausbreiten und somit die Ozonbelastung senken.

O3 ist ein "Cocktail" von Sonnenstrahlen und Emissionen: Vorläufersubstanzen von Ozon sind Stickoxide (NO, NO) und flüchtige organische Kohlenwasserstoffe (VOC) - wie sie vor allem vom Verkehr, aber auch aus Kraftwerken, Industrieanlagen und Haushalten in die Luft geblasen werden - sowie starke Sonneneinstrahlung (UV-A). Reisewellen und Wetterlagen wie die gegenwärtige bieten also ideale Entstehungsbedingungen für das Reizgas.

Wiens Umweltstadträtin Isabella Kossina (SP) weist die Forderung von ÖVP und Grünen nach Freifahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln zurück: Frühere Freifahrtaktionen, etwa bei massivem Schneefall, hätten nur marginale Wirkung gehabt. Kossina fordert von Bund und EU wirksame langfristige Maßnahmen zur Senkung der Ozonvorläufersubstanzen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 3.8.2001, chr, frei)

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