Hochwasser ebbt allmählich ab

3. August 2001, 12:40
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Schätzungen zufolge beträgt die Schadens- summe zwischen 7 und 10 Milliarden Schilling

Warschau - An den Hochwassergebieten entlang der Weichsel hat sich die Lage weiter beruhigt. In Ostpolen war der Wasserstand teilweise bereits unter den Alarmpegel gesunken, berichtete der polnische Rundfunk. Einige Ortschaften in der Wojwodschaft Lublin seien zwar immer noch von der Außenwelt abgeschnitten, aber auch dort sei das Wasser deutlich gesunken. Die Flutwelle der Weichsel zog durch Pommern Richtung Ostsee. Wie bereits erwartet, hatte das Wasser in der Nacht in Nordpolen keine größeren Schäden angerichtet.

Unterdessen stieg der Wasserstand der Oder in Westpolen weiter an. Im Glogow (Glogau) in der Wojwodschaft Lubuskie (Lebuser Land) war der Alarmpegel um 124 Zentimeter überschritten. Im Dutzenden von Ortschaften stehen Rundfunkberichten zufolge Straßen und Ackerland unter Wasser. Solange schwere Regenfälle ausbleiben, droht nach Ansicht von Experten aber keine größere Gefahr.

Schadensbilanz

Vor allem im Süden Polens hat nach dem Abfließen des Hochwassers das Aufräumen und die Schadensbilanz begonnen. Da anders als vor vier Jahren keine Großstädte, sondern vor allem arme ländliche Regionen von der Flut schwer getroffen wurden, dürfte die Schadenssumme im Vergleich zu 1997 geringer ausfallen. Dennoch gehen Schätzungen bereits jetzt von umgerechnet 510 bis 770 Millionen Euro (7,02 bis 10,60 Mrd. S) Sachschaden aus.

Im Osten werden die Bewohner einiger überfluteter Ortschaften wahrscheinlich frühestens in einer Woche in ihre Häuser zurückkehren können. Seit vergangenem Montag waren 14 Menschen in den Hochwassergebieten ertrunken. Insgesamt kamen im Juli 30 Menschen bei Unwettern in Polen ums Leben. (APA)

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