Taxifahrer stürzen Bogota ins Chaos

3. August 2001, 21:42
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Proteste gegen Fahrverbot zur Entlastung des Straßenverkehrs

Bogota - Die etwa 65.000 Taxifahrer in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota haben mit ihren Fahrzeugen alle wichtigen Kreuzungen der kolumbianischen Hauptstadt blockiert und den Verkehr in der Millionenstadt fast völlig zum Stillstand gebracht. Der Protest richtete sich gegen die Anordnung der Stadtverwaltung, alle Taxen und Busse sollten künftig an je zwei Tagen der Woche ein Fahrverbot erhalten. Bürgermeister Antanas Mockus will damit das chronisch überlastete Straßensystem entlasten und die Luftverschmutzung senken.

Fachleute hätten zudem errechnet, dass die Taxi- und Busunternehmer durch das Fahrverbot keine wirtschaftlichen Einbußen erlitten, weil sie an den übrigen Tagen wegen der geringeren Konkurrenz mehr Fahrgäste befördern würden. Die Taxifahrer wollen ihre Blockaden so lange fortsetzen, bis Mockus seine Anordnung zurückgenommen hat. (APA/dpa)

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