53 Prozent gegen Senkung des Alters

3. August 2001, 01:18
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Wien - Die von der SPÖ, den Grünen und Teilen der FPÖ geforderte Änderung beim § 209 (Strafgesetzbuch) wird in der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt. Nach einer Umfrage des Instituts Fessel-GfK im Auftrag der "Presse" (Freitag-Ausgabe) lehnen es 53 Prozent der Befragten ab, das sogenannte "Schutzalter" für männliche Homosexuelle von derzeit 18 auf das auch für weibliche geltende Alter von 14 Jahren herabzusetzen.

Befragt wurde eine repräsentativ ausgewählte Stichprobe innerhalb der Gruppe der Internet-BenützerInnen, die bereits mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung ausmachen. Obwohl diese Gruppe traditionell eher aus jüngeren und besser gebildeten Menschen besteht, zeigen sie sich gegenüber einer möglichen Liberalisierung reserviert.

Im Detail lehnen die Männer (57 Prozent gegen eine Änderung, 27 Prozent dafür) eine Neufassung der Schutzgrenzen weitaus deutlicher ab als die Frauen (47 Prozent dagegen, 35 dafür). Weniger überraschend ist die Altersverteilung: In der Gruppe ab 40 Jahren wird eine Lockerung der bestehenden Grenzen strikt abgelehnt, Jüngere könnten sich dies eher vorstellen. In der Altersgruppe 20 bis 29 Jahre gibt es sogar eine leichte Ja-Mehrheit: 42 Prozent sind für die Lockerung, 39 Prozent dagegen.
(APA)

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