Anerkennung der Verbrechen während des Kolonialismus gefordert

3. August 2001, 07:35
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USA drohen mit Boykott

Genf - Auf der Ende August in Durban geplanten internationalen Rassismuskonferenz soll auch über die Verbrechen der ehemaligen Kolonialmächte gesprochen werden. Das hat ein Unterausschuss der Vereinten Nationen für Menschenrechte in Genf empfohlen. Für Entschädigungen, wie sie von einigen afrikanischen Staaten von den USA und Ländern Lateinamerikas und Europas gefordert werden, gebe es verschiedene Möglichkeiten wie etwa einen Schuldenerlass.

Der Unterausschuss empfiehlt, in Durban mindestens eine Resolution zu verabschieden, die verlangt, dass frühere Kolonialmächte und Sklavenhalter-Staaten schwere Fehler eingestehen. Dem Ausschuss gehören 26 unabhängige Experten aus fünf geographischen Regionen an. Die USA haben gedroht, die Weltkonferenz zu boykottieren, falls eine finanzielle Entschädigung für Kolonialismus und Sklaverei zur Diskussion stehe. Die Weltkonferenz gegen Rassismus findet vom 31. August bis 7. September in der südafrikanischen Hafenstadt statt. (APA/dpa)

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