Mazedonien: US-Vermittler Pardew warnt vor verfrühtem Optimismus

2. August 2001, 15:01
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Parlamentspräsident Andov beharrt auf Entwaffnung aller Rebellen

Ohrid - Einen Tag nach dem Kompromiss im Sprachenstreit zwischen slawischen und albanischen Mazedoniern hat der US-Vermittler James Pardew vor verfrühtem Optimismus gewarnt. Pardew erklärte in Ohrid, vor den Konfliktparteien liege noch viel harte Arbeit. Parlamentspräsident Stojan Andov betonte in Krusevo, Frieden werde es erst dann geben, wenn alle Separatisten entwaffnet seien. Unterdessen griffen die Rebellen in der Umgebung von Tetovo Kontrollposten an und verletzten einen Polizisten schwer.

"Dies ist für alle eine gute Abmachung, aber ich bin nicht euphorisch", sagte Pardew mit Blick auf den am Mittwoch erzielten Kompromiss. Dieser sieht vor, dass Albanisch in den Gegenden zweite Amtssprache wird, in denen Albaner mindestens ein Fünftel der Bevölkerung stellen. Auch im Parlament soll Albanisch zugelassen werden, nicht allerdings im Kabinett. Das Parlament muss dem Vorschlag noch zustimmen. (APA/AP)

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