IBM auf dem Weg zum kompostierbaren PC

2. August 2001, 14:58
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Neue Züchtungen von organischen Kristallen als Grundlage von biegsamen Bildschirmen, Smart Cards und kompostierbaren Computern

Dem IBM Watson Forschungszentrum ist ein weiterer Schritt in Richtung kompostierbarer Hardware gelungen. Durch die Züchtung organischer Kristalle mit einem Durchmesser von einem zehntel Millimeter haben Wissenschaftler die notwendige Größe und Reinheit der "Bausteine" für elektronische Anwendungen erreicht. Der Durchbruch gelang mit Hilfe der so genannten Photoelektron-Emissions-Mikroskopie. Diese Methode ermöglicht die Beobachtung von wachsenden Kohlenwasserstoff-Kristallen auf einer Silizium-Oberfläche. Dabei entdeckten die Wissenschaftler, dass chemische Deaktivierung des Siliziums das Wachstum der Kristalle erleichtert.

Grundlage für biegsame und kompostierbare Hardware

Flexible organische Kristalle bilden die Grundlage von biegsamen Bildschirmen, Smart Cards und kompostierbaren Computern. Da bisher allerdings weder die richtige Größe noch die notwendige Reinheit der Kristalle erreicht wurde, war eine Kompostierung noch nicht machbar.

Experten sehnen baldigen Einsatz herbei Viele Experten beglückwünschten die Entdecker und sehnen sich nach der Verwirklichung eines Traumes. "Es könnte schon sehr bald möglich sein, billige, biegsame und biologisch abbaubare Mikroelektronik aus organischen Molekülen herzustellen", sind sich die Fachleute einig. Schon seit einiger Zeit gibt es immer wieder Durchbrüche in diesem Forschungsgebiet. So erhielten im vergangenen Jahr die Amerikaner Alan Heeger und Alan MacDiarmid sowie der Japaner Hideki Shirakawa den Nobelpreis für ihre Leistungen in der Erforschung von elektrisch leitenden Kunststoffen.(red)

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