AK-OÖ fordert "Frau und Beruf"-Zentren in allen Bundeshauptstädten

2. August 2001, 13:05
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Bessere Weiterbildungsmaßnahmen für arbeitslose Frauen geplant

Linz - Die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich fordert eine Verbesserung der beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen für arbeitslose Frauen. In jeder Bezirkshauptstadt sollte ein Zentrum für "Frau und Beruf" eingerichtet werden, verlangte dazu AK-Präsident Hubert Wipplinger in einer Pressekonferenz am Donnerstag in Linz.

Die Maßnahmen des Arbeitsmarktservice (AMS) würden zwar einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass arbeitslose Frauen in Oberösterreich einen besseren Zugang zur Weiterbildung erhalten, doch seien zum Beispiel Kursorte, Kurszeiten oder die Kinderbetreuung oft noch wesentliche Hinderungsgründe für viele Frauen, diverse Schulungsangebote zu nutzen, so Wipplinger.

Studie: Nur 23% nutzen Weiterbildung

Eine von der Arbeiterkammer in Auftrag gegebene Studie, bei der insgesamt 250 Personen befragt wurden, habe gezeigt, dass zum Beispiel 36 Prozent der befragten Frauen mit ihren beruflichen Kenntnissen wenig bis gar nicht zufrieden seien, bei den befragten Männern waren es nur 18 Prozent. Noch deutlicher werde der Unterschied bei der Frage nach der beruflichen Weiterbildung sichtbar, zitierte Wipplinger aus dem Umfrageergebnissen: Immerhin 42 Prozent der Männer würden betriebliche Weiterbildungen nutzen, bei den Frauen seien es nur 23 Prozent.

Auch eine bessere Einbindung in innerbetriebliche Weiterbildung für Frauen gerade während der Karenzzeit wäre eine Möglichkeit, interessierten Frauen den Weg zu einer beruflichen Weiterentwicklung zu ebenen, schlug der AK- Präsident vor.
(APA)

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