EU besorgt über gespannte Lage in Nahost

2. August 2001, 14:44
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Gewaltspirale erschwere die diplomatischen Bemühungen zur Wiederaufnahme eines politischen Prozesses

Brüssel/Jerusalem - Die Europäische Union hat sich tief besorgt über die "Fortsetzung der Gewaltspirale" im Nahen Osten geäußert und besonders die Israelis zur Mäßigung aufgerufen. Die belgische EU-Ratspräsidentschaft verurteilte in Brüssel "die gezielte Tötung militanter Palästinenser durch Israel, denn diese stellt einen Verstoß gegen internationales Recht dar". Mit derartigen "einseitigen Provokationsmaßnahmen wird die Eskalation weitergetrieben und eine Rückkehr zur Normalität immer mehr hinausgezögert".

Über die "Ermordung von acht Palästinensern" im Westjordanland am vergangenen Dienstag einschließlich des Todes zweier Kinder in unmittelbarer Nähe einer Explosion äußerte sich die EU bestürzt. Die Gewaltspirale erschwere die diplomatischen Bemühungen zur Wiederaufnahme eines politischen Prozesses. Beide Seiten forderte der Ratsvorsitz zur größten Zurückhaltung auf. Israelis und Palästinenser müssten umgehend Maßnahmen ergreifen, die zur vollständigen Umsetzung der Empfehlungen der Mitchell-Kommission führten.

An die Adresse der palästinensischen Autonomiebehörde appellierte die EU, "ihren Einsatz gegen Gewalt von Extremisten und gegen Terrorismus mit unverminderter Entschlossenheit zu verstärken". (APA/AP)

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