Kopierschutz von Audio-CDs leicht zu knacken

2. August 2001, 11:19
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Kaum werden neue Standards eingeführt sind sie schon überholt

Seit Jahren gibt es Bemühungen von Seiten der Musikindustrie Audio-CDs vor Raubkopierern zu schützen. Nach Angaben der Unternehmen entgingen der Wirtschaft dabei Milliardenbeträge. Nun keimte vereinzelt Hoffnung auf, dass die neuen Kopierschutz-Verfahren zum erhofften Erfolg führen würden. Doch kaum wurden die neuen Standards eingeführt sind sie schon geknackt worden, ohne viel Mühe, wie diverse Hacker auf ihren Webseiten vermelden.

Gibt es einen sicheren Kopierschutz überhaupt?

Die meisten momentan in Verwendung befindlichen Kopierschutz-Programme arbeiten auf dieselbe Art und Weise: Bei der Aufnahme werden gezielt Störungen in die Datenstruktur der CD eingebaut, die (meistens) von der Fehlerkorrektur des CD-Players oder CD-ROM-Laufwerks problemlos herausgefiltert werden. Der Zuhörer bemerkt diese absichtlichen Störgeräusche nicht. Wird nun allerdings versucht die CD zu brennen, kommt es zu einer Fehlermeldung und der Kopierversuch wird abgebrochen. Bei diesen Verfahren ist es allerdings schon öfter vorgekommen, dass ältere CD-Player die Medien überhaupt nicht mehr abspielen können.

"Jede CD kann geknackt werden"

Viele neue Webseiten widmen sich der neuen Kopierschutzverfahren und wie diese umgegangen werden können. Auf der Homepage CD Freaks werden viele Varianten vorgestellt mit denen sich Kopierschutzmechanismen – oft sehr einfach – umgehen lassen. So benötigten die "Freaks" nur eine abgewandelte Version eines Gerätetreibers um den gerade erst einführten „Safe Audio“ – Kopierschutz der Firma Macrovision zu brechen. (red)

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