„Die Woche“: NATO in Mazedonien "Brandstifter und Feuerwehr"

2. August 2001, 11:06
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Allianz ist Teil des Konflikts

Hamburg - Niemand könne es den slawischen Mazedoniern übel nehmen, dass sie sich weigern, die NATO als "ehrlichen Makler" zu betrachten, schreibt die deutsche Wochenzeitung "Die Woche" in ihrer neuen Ausgabe in einem Kommentar zum Mazedonien-Konflikt. "Wer einmal Partei ergriffen hat, der wirkt als Schiedsrichter nicht mehr glaubwürdig. Niemand kann gleichzeitig Brandstifter und Feuerwehrmann sein." "Der Westen sollte sich endlich mit brutaler Klarheit eingestehen: Wenn er den fünften Balkankrieg in einem Jahrzehnt stoppen will, wird er wohl oder übel sein drittes Balkan-Protektorat einrichten müssen. Und das Mandat der 'MFOR' wird ein äußerst robustes sein. Nicht zuletzt muss es das schlechte Vorbild Kosovo korrigieren, wo die Serben vertrieben und die albanischen UCK-Kämpfer nicht wirklich entwaffnet wurden. Die NATO ist Teil des Problems, das sie zu lösen versucht. Solange sie das nicht versteht, ist sie dazu verdammt, auf dem Balkan zu bleiben." (APA)

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