Preiserhöhungen im Vorfeld des Euro

2. August 2001, 18:43
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AK schlägt Alarm

Wien - Zahlreiche Beschwerden über die Preiserhöhungen im Handel hat die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) für eine Preiserhebung im Bundesland zum Anlass genommen. Dabei wurden Unterschiede bis zu 61,22 Prozent festgestellt, hieß es in einer Aussendung.

Tester der Arbeiterkammer waren in St. Pölten, Baden und Wiener Neustadt unterwegs, um die Preise für Lebensmittel und Haushaltsprodukte in 14 Supermärkten zu erheben. So kostet ein Päckchen Dr. Oetker-Vanillezucker bei Magnet 4,90 S (0,36 Euro), bei Merkur 5,90 S und bei Interspar 6,90 S. Das bedeutet eine Differenz von 61,22 Prozent. Ein Unterschied von immerhin 28,78 Prozent wurde auch bei Teigwaren von Recheis festgestellt.

Die Befürchtung liege nahe, so AKNÖ-Konsumentenschützer Werner Krisch, dass es sich um eine Erhöhung im Zuge der Euro-Einführung handelt. Diverse Handelsketten hätten das Versprechen abgegeben, bei der Umstellung auf die neue Währung die Preise nach unten abzurunden. "Da liegt die Vermutung nahe, dass das den Unternehmen natürlich leichter fällt, wenn im Vorhinein die Preise erhöht werden", so Krisch. Die AKNÖ rät allen Verbrauchern, beim Einkaufen unbedingt die Preise zu vergleichen. (APA, DER STANDARD, Printausgabe 3.8.2001)

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