Das Marillen-Chutney

6. August 2001, 12:52
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Das mit den würzigen Saucen zum gebratenen Fleisch, zum Fisch, zum Käse oder zum Gemüse ist bei uns ja nicht so wahnsinnig angesagt: Über das Ketchup, den Senf und die Kräuterbutter geht das Spektrum im Hausgebrauch selten hinaus. Wobei das mit dem Ketchup ja gar nicht so schlecht wäre, wenn sich's dabei aber eben nicht ständig um die süße Paradeisersauce handelte, sondern um das Original, die südostasiatische Würz-Sauce Ketsup Manis. Na ja, ist halt nicht, soll halt nicht sein, Heinz sei vor. Eine andere würzige Begleitung steht hierzulande zumindest an der Schwelle zu einer gewissen Popularität, und zwar das Chutney: Erstens lässt es sich leicht selber machen, zweitens sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt, und drittens verleiht es der Grillerei den speziellen Reiz britischen Kolonial-Lifestyles, ohne dabei gleich allzu exotisch daherzukommen.

Die Firma Siebenbrunnen aus Wien-Margareten hat sich auf die Herstellung von Chutneys spezialisiert (greift dabei auf das Wasser eines Brunnens zurück, den schon Ferdinand I. sehr schätzte und dessen Wasser er in die Hofburg leiten ließ), ganze zehn davon hat man im Programm: Apfel-, Karotten-, Kürbis-, Mango-, Paprika-, Preiselbeer-, Tomaten-, Zitronen-, Zucchini- und Marillen-Chutney. Letzteres ist ziemlich sauer, ziemlich würzig, ein bisschen scharf, sehr orange und nur an letzter Stelle marillig. Der Verzicht jeglicher Konservierungsmittel legt kühle Lagerung und baldigen Verbrauch nahe, an zwei Grill-Abenden sollte das Glas aber ohnehin aufgebraucht sein. floh

öS 79,-/EURO 5,74) bei Kecks feine Kost, Herreng. 15, 1010 Wien

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