All-Amerikanische Panda-Sorgen

3. August 2001, 13:45
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Sie wollen und wollen nicht schwanger werden

San Diego/Mexiko - Dem Panda-Bären Ling Ling aus Japan ist es seit Beginn des Jahres nicht gelungen, drei Weibchen seiner Art in einem Zoo in Mexiko-Stadt zu schwängern. Selbst Versuche der künstlichen Befruchtung mit dem Samen des Pandas seien fehlgeschlagen, berichteten Vertreter der Stadtverwaltung am Donnerstag.

Die Verantwortlichen zeigten sich jedoch zuversichtlich, dass Ling Ling bei weiteren Paarungsversuchen Ende dieses Jahres erfolgreich sein werde. Der aus einem Tiergarten in Tokio ausgeliehene Bär soll dann noch einmal in den mexikanischen Chapultepec Zoo zurückkehren. Dieser unterhält eines der erfolgreichsten Panda-Züchtungs-Programme außerhalb Chinas. Acht Pandas kamen dort seit 1975 zur Welt.

Schein-schwanger in San Diego

Eine Pandabärin im kalifornischen San Diego hat Anzeichen einer Scheinschwangerschaft gezeigt. Eine Sprecherin des örtlichen Zoos sagte am Mittwoch, es sei nicht klar, ob die aus China stammende Bärin namens Bai Yun wirklich schwanger sei oder ob sie ihre Schwangerschaft nur vortäusche. Bai Yun zeige zwar typische Anzeichen wie Appetitverlust und Nestbau; ob jedoch Nachwuchs unterwegs sei, werde sich erst zum Zeitpunkt der möglichen Geburt im Laufe des August herausstellen.

Die Bärin war im April künstlich befruchtet worden, nachdem sie an ihrem männlichen Panda-Pendant Shi Shi keinerlei Interesse gezeigt hatte. Zuletzt hatte Bai Yun vor zwei Jahren nach künstlicher Befruchtung ein Junges geboren.

Panda-Bären sind vom Aussterben bedrohten. Derzeit leben noch 700 bis 1.000 Tiere in freier Wildnis in China, weitere einhundert werden weltweit in Zoos gehalten. (APA/Reuters)

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