Heftige Kämpfe zwischen Armee und FARC in Kolumbien

2. August 2001, 20:22
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Über hundert Rebellen durch Bombenangriffe getötet

Bogota - Bei heftigen Kämpfen zwischen der Armee und linksgerichteten Rebellen sind in Kolumbien über hundert Menschen getötet worden. Mindestens 15 Soldaten und 87 Kämpfer der Guerillaorganisation FARC seien in den vergangenen drei Tagen ums Leben gekommen, sagte Armeechef Fernando Tapias.

Die blutigsten Zusammenstöße ereigneten sich nach seinen Angaben an der Grenze der Provinzen Antioquia und Cordoba im Nordwesten des Landes. Luftwaffenkommandant Hector Velasco sagte, über hundert Rebellen seien durch Bombenangriffe aus der Luft getötet worden.

In dem 37 Jahre dauernden Bürgerkrieg zwischen linksgerichteter Guerilla, rechten Paramilitärs und der Armee wurden bisher insgesamt mehr als 200.000 Menschen getötet.

Von entführten Deutschen keine Spur

Von den drei entführten Deutschen, die vor zwei Wochen vermutlich von FARC-Rebellen verschleppt wurden, gibt es weiterhin keine Spur. Der Beauftragte für Lateinamerika im Auswärtigen Amt in Berlin, Georg Boomgaarden, warnte kolumbianischen Presseberichten zufolge vor einer Gefährdung der Hilfe durch die Europäische Union, wenn die drei Deutschen nicht schnell wieder freikämen. (APA)

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