Rom bestreitet Aufenthaltsverbot für G-8-Demonstranten

1. August 2001, 22:53
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Außenministerium: Ausgewiesene dürfen wieder einreisen

Rom - Das italienische Außenministerium hat die Verhängung von mehrjährigen Aufenthaltsverboten gegen Demonstranten aus der EU nach den Krawallen beim G-8-Gipfel in Genua bestritten. In einer am Mittwochabend in Rom verbreiteten Erklärung hieß es, den nach den Krawallen am vorvergangenen Wochenende in Genua ausgewiesenen EU-Bürgern sei es keinesfalls verboten, erneut nach Italien einzureisen. Dies sei mit dem Innenministerium abgestimmt worden.

Die "Berliner Zeitung" hatte berichtet, deutschen Demonstranten sei ein Einreiseverbot für die Dauer von fünf Jahren ausgesprochen worden. Das italienische Innenministerium hatte dies am Mittwoch auch eingeräumt. Zu den Einreiseverboten Italiens gegen EU-Bürger sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin, diese seien "rechtlich zumindest angreifbar". Den Angaben zufolge waren weiterhin 21 Deutsche in Haft. Während der Proteste von Globalisierungsgegnern gegen den Gipfel vom 20. bis 22. Juli hatte ein Polizist einen militanten Demonstranten erschossen. Mehr als 500 Menschen wurden verletzt. (APA/AP)

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