Austria und Ried trennen sich 3:3

2. August 2001, 14:15
15 Postings

Hiden sorgte in der Nachspielzeit für den Ausgleich - Knaller und Dospel sahen Rot

Die Wiener Austria bleibt weiterhin die große Enttäuschung in der max.Bundesliga. Der Klub, der über das größte Budget verfügt, muss nach dem 3:3 (2:2)-Heimremis gegen Ried weiterhin auf den ersten vollen Saisonerfolg warten und ist - einschließlich der vergangenen Saison - nun sogar schon elf Meisterschafts-Spiele ohne Sieg. In einer turbulenten Partie glich die Austria erst in der Nachspielzeit mit neun Mann - Knaller und Dospel waren ausgeschlossen worden - aus.

Sicher scheinende 2:0 Führung

Dabei begannen die Veilchen aggressiv und versuchten die Rieder von Beginn an unter Druck setzen, aber die erste Möglichkeit fanden die Gäste durch einen Lauwers-Kopfball (4.) vor. Danach nahmen die Hausherren aber das Heft fest in die Hand. Datoru (17.) und Mayrleb (18.) vergaben noch die Chancen zur Führung, aber nach 20 Minuten wurde eine schöne Aktion mit dem 1:0 belohnt: Nach Wagner-Vorarbeit flankte Hiden zur Mitte und Mayrleb traf per Kopf. Nur drei Minuten später stellte Datoru nach Stangl-Pass von Mayrleb sogar auf 2:0, aber Ried schlug nur kurz danach zurück. Akagündüz ging rechts durch und traf flach ins lange Eck (24.).

In der 28. Minute hatte die Austria Glück, als Dospel den durchbrechenden Lauwers als letzter Mann zurückhielt, Schiedsrichter Brugger aber zückte nur die Gelbe Karte. Eine Minute später zeichnete sich Austria-Torhüter Knaller bei einem Volleyschuss von Akagündüz aus. In der 35. Minute aber konnte er bei einem Schuss des starken Akagündüz nur kurz abwehren und Radovic staubte zum 2:2 ab.

Zuerst Knaller, dann Dospel, dann waren es nur noch neun

Nach dem Wechsel mussten beide Teams dem hohen Tempo der ersten Hälfte Tribut zollen. Mayrleb (53.), Akagündüz (60.) und Pavlovic (69.) hatten Möglichkeiten, aber in der 73. Minute überschlugen sich die Ereignisse. Nach einem Zweikampf zwischen Dospel und Angerschmid ging Austria-Torhüter Knaller dazwischen. Schiedsrichter-Assistent zeigte eine Tätlichkeit von Knaller an und Referee Brugger zeigte Rot und auf den Elfmeterpunkt. Akagündüz bezwang nach minutenlangen Protesten der Austrianer den eingewechselten Franz Wohlfahrt. In der 78. Minute hatten die Gastgeber nach einer Gelb-Roten Karte für Dospel sogar nur mehr neun Mann auf dem Platz, aber in der Nachspielzeit entschied Brugger nach Foul von Alex Jank an Linz auf Elfmeter und Martin Hiden nützte die Chance zum 3:3.

  • Austria Wien - SV Ried 3:3 (2:2)
    Horr-Stadion, 3.900 Zuschauer, Schiedsrichter Brugger.

    Torfolge: 1:0 (20.) Mayrleb (Kopf) 2:0 (23.) Datoru 2:1 (24.) Akagündüz 2:2 (35.) Radovic 2:3 (77.) Akagündüz (Elfmeter) 3:3 (91.) Martin Hiden (Elfmeter)

    Austria: Knaller - Troyansky, Martin Hiden, Dospel, Königshofer (75. Wohlfahrt) - Janocko (64. Linz), Pavlovic, M. Wagner, Sarac - Mayrleb, Datoru

    Ried: Oraze - Stieglmair - A. Jank, Steininger - Rothbauer, Angerschmid, Glasner, Drechsel (7. Radovic), Ortlechner - Lauwers (59. Forster/82. Wawra), Akagündüz

    Rote Karte: Knaller (73./Tätlichkeit)

    Gelb-Rote Karte: Dospel (78./Foul)

    Gelbe Karten: Troyansky, M. Wagner bzw. Angerschmid, Forster, Stieglmair, Radovic

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Austria-Torhüter Wolfgang Knaller wurde unter heftigen Protesten der Zuschauer vom Feld geschickt.

    Share if you care.