Shopping City Süd: Untersuchung nach Arbeitsunfall

2. August 2001, 11:41
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Mauer begrub Arbeiter unter sich: zwei Tote

Mödling - Nach dem schweren Arbeitsunfall bei der Shopping City Süd in Vösendorf, der am Mittwoch zwei Tote und zwei Schwerverletzte gefordert hat, sind nun Ermittlungen hinsichtlich der Unglücksursache aufgenommen worden. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 22-jährigen und einen 19-jährigen Arbeiter, beide waren als Eisenbieger tätig.

Das Unglück ereignete sich im Zuge der Errichtung eines zweistöckigen Parkhauses bei der Firma Ikea. Bei Verlegungsarbeiten an einer Hohldielendecke durch Beschäftigte einer Fertigteilbetonfirma stürzte plötzlich ein knapp 14 Tonnen schwerer Betonpfeiler samt fünf Stück Beton-Deckenelementen aus einer Höhe von 4,5 Metern zu Boden. Die Eisenbieger wurden von den herabfallenden Teilen verschüttet. Sie konnten nach längerer Suche nur mehr tot geborgen werden.

Die koordinierende Dienststelle für die Erhebung der Unfallursache ist das Gendarmeriebezirkskommando Mödling. Nach Angaben des stellvertretenden Kommandanten, Hauptmann Wolfgang Nicham, der auch den Einsatz am Mittwoch leitete, führt ein Bausachverständiger gemeinsam mit dem Arbeitsinspektorat Wien und dem Gendarmerieposten Wiener Neudorf die entsprechenden Ermittlungen.

Es gebe einen vagen Verdacht darüber, was zum Einsturz des Deckenträgers geführt haben könnte, so Nicham. Es seien jedoch die Untersuchungen abzuwarten. Unklar sei derzeit auch noch, in welchem Beschäftigtenverhältnis die Opfer standen. Bei derartigen Großbaustellen sind diverse Subfirmen beteiligt, was die Feststellung der Zuständigkeiten erschwert.(APA)

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