Strasser: Manche Wortspenden der FPÖ sind nicht hilfreich

1. August 2001, 20:08
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Innenminister: Sind ein Asylland, aber kein typisches Einwanderungsland

Wien - "Manche Wortspenden, die von der anderen Regierungsfraktion kommen, sind von der Tonalität her aus meiner Sicht nicht hilfreich - für unser Land und auch für das Ausland nicht", erklärt Innenminister Ernst Strasser in der "Presse". Auch das Management sei verbesserungswürdig. Was die Ausländerpolitik betrifft, betont Strasser, dass Österreich "ein Asylland" ist, aber "kein typisches Einwanderungsland".

Hier gebe es einen Unterschied zu den typischen Einwanderungsländern wie Kanada, USA oder Australien. Dass Österreich in der Vergangenehti erst durch die Einwanderer groß geworden ist, beantwortet Strasser damit, dass Östereich damals "ein anderes Staatengebilde" gewesen sei.

Zur Regierungsarbeit stellt Strasser fest, dass "in der Kommunikation einiges besser gemacht werden könnte". Wenn innerhalb der Regierung vereinbart werde, dass die Frage der Zuwnderung am 13. August im Ministerrat beschlossen werde, "dann halte ich es für mehr als überflüssig, dass der Klubobmann der FPÖ (Peter Westenthaler, Anm.) in diesen Tagen sozusagen zizerlweise das Konzept in Zeitungen verkauft". Im Lauf der Legislaturperiode soll die Quotenzahl herunter gesetzt werden. Dass Westenthaler schon verkündet, die Quote im Herbst einzuschränken, erbaut Strasser nicht: "Das habe ich auch mit wenig großen Vergnügen feststellen müssen".

Als "unnötige Diskussion" bezeichnet der Innenminister die Debatte um die Verteidigung des Luftraums. Hier habe es schlussendlich ein gutes Management von Bundeskanzler und Vizekanzlerin gegeben, aber "vorher hätte ich mir das etwas weniger kontroversiell gewünscht". (APA)

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