West-Nil-Fieber verbreitet sich immer schneller

1. August 2001, 16:00
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Neun US-Staaten betroffen - Jüngster Fall in Miami

Tel Aviv/New York - In Israel ist der erste Fall von West- Nil-Fieber in diesem Jahr bekannt geworden. Nach einer viertägigen Behandlung wurde ein 50 Jahre alter Mann am Dienstag als geheilt aus einem Krankenhaus entlassen, berichtete die israelische Presse am Mittwoch.

Derweil breitet sich das Virus in den USA "wie ein Buschfeuer aus", warnen amerikanische Gesundheitsbehörden. An der Krankheit, die in den USA erstmals 1999 registriert wurde, starben dort bisher neun Menschen. Inzwischen hat der von Gelsen übertragene Erreger neun US-Staaten erreicht.

Jüngster Fall in Florida

Besondere Sorgen bereiten den Behörden die jüngsten Fälle in Florida. Dort kämpft ein älterer Mann seit Wochen mit dem Virus um sein Leben. In dem amerikanischen "Sonnenscheinstaat", der jährlich von Millionen Touristen aus aller Welt besucht wird, bahnt sich das Virus derzeit seinen Weg von Jacksonville im Norden über die Metropole Orlando nach Miami und Key West im Süden.

Virus Erkrankung

In Israel hatte die Virus-Erkrankung, die durch Insekten von Vögeln auf den Menschen übertragen wird, im vergangenen Jahr epidemische Ausmaße erreicht. 452 Menschen erkrankten und 29 starben an der Infektion.

Die Krankheit gilt für Menschen mit ausreichender Widerstandskraft als weitgehend ungefährlich. Bei älteren Menschen mit schwachem Abwehrsystem kann sie jedoch zu Komplikationen führen. Bisher haben Tests an Insekten, Geflügel und Pferden nach Angaben des israelischen Gesundheitsministerium noch keine Anzeichen für die Verbreitung des Virus ergeben. Das West-Nil-Fieber könne sich aber dennoch genauso schnell ausbreiten wie im vergangenen Jahr.

Das Virus führt zu starkem Fieber und Schüttelfrost und kann in Einzelfällen eine Hirnentzündung auslösen. Experten gehen davon aus, dass das Virus aus Afrika nach Nordamerika und Israel eingeschleppt wurde. (APA/dpa)

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