AK fordert mehr Kundenorientierung

1. August 2001, 14:42
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Arbeiterkammer gegen Aufspaltung in Absatz und Infrastruktur

Wien - Die AK erwartet vom neuen ÖBB-Vorstand "mehr Kundenorientierung und einen Tarifstopp für Pendler für mindestens zwei Jahre". Der Personenverkehr dürfe nicht länger als "Stiefkind" behandelt werden. Einsparungen im Personenverkehr hätten zu mehreren Tarifverteuerungen, Fahrplanverschlechterungen, Verspätungen, unzureichende Informationen und zur Einstellung der Bahnhofs-Gepäcksaufgabe geführt. Vor allem für Pendler sei der Arbeitsweg länger und teurer geworden, so die AK am Mittwoch in einer Presseinformation.

Gegen Zerschlagung

Daneben sprach sich die Interessensvertretung erneut strikt gegen eine Zerschlagung der ÖBB aus. Internationale Beispiele hätten gezeigt, dass eine Trennung von Bahn-Unternehmen in Absatz und Infrastruktur in keinem Land die Effizienz erhöht habe. Stattdessen seien die notwendigen Zuschüsse aus Steuergeldern gestiegen und die Zahl der Unfälle durch mangelnde Koordinierung zwischen den Unternehmen drastisch gestiegen, warnt die AK. (APA)

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