ÖVP für zwei Leistungsgruppen an AHS

1. August 2001, 19:29
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Wissenschaftssprecherin Brinek fordert stärkere Aufsplitterung - Gehrer dagegen, SPÖ gesprächsbereit

Wien - Für eine stärkere Aufsplitterung der Jahrgänge an den AHS tritt ÖVP-Wissenschaftssprecherin Gertrude Brinek ein. Zumindest in den Hauptfächern könnten wie an den Hauptschulen zwei Leistungsgruppen geschaffen werden, so Brinek gegenüber der Info-Illustrierten "News" (Donnerstag-Ausgabe). In einer AHS mit vier dritten Klassen könnten so etwa die besten Schüler in Mathematik in einer Klasse zusammengefasst werden. Für die anderen Gegenständen blieben sie aber in den "normalen" Klassen.

Nicht einverstanden mit dem Vorschlag ist Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. Schon derzeit gebe es Begabtenförderung in Österreich wie die Popper-Schule in Wien. Es wäre bereits möglich, Klassen zu überspringen oder besondere Anforderungen an begabte Kinder zu stellen. Die Förderung müsse aber integrativ ablaufen. "Man soll nicht ständig an den Schulen herumreformieren", so Gehrer.

Gesprächsbereit zeigte sich hingegen SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl. Wenn in einigen bestimmten Bereichen differenziert werde und Begabte dadurch gefördert würden, wäre die SPÖ für Verhandlungen offen. Gleichzeitig müssten aber in ländlichen Gebieten AHS gebaut werden. (APA)

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