Bank Austria: Ost-Online Broker caibon wird liquidiert

1. August 2001, 15:00
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Marke wird aufgegeben

Wien - Die zur deutschen HypoVereinsbank (HVB) gehörende Bank Austria-Gruppe stellt den Betrieb ihres im Sommer 2000 ans Netz gegangenen Internet-Brokers caibon.com ein, der sich in Osteuropa als Anbieter von Finanzdienstleistungen etablieren sollte.

"Der Markt in Osteuropa ist für spezialisiertes Online-Brokerage noch nicht reif", bestätigte Bank Austria Sprecher Martin Hehemann einen Bericht des "WirtschaftsBlatts", wonach die Marke "caibon" bereits nach einem Jahr wieder aufgegeben wird.

Know-how-Transfer

Das Know-how des Portals wolle die Bank Austria jedoch in den Web-Auftritt ihrer osteuropäischen Tochterbanken fließen lassen, sagte Hehemann. Deren Online-Banking-Pakete sollen künftig durch das Angebot eines Internet-Wertpapierhandels - allerdings in "abgespeckter Form" und ohne hochspezialisierte Produkte wie etwa Intraday-Trading - erweitert werden.

Mit Internet-Banking-Modulen am Markt aktiv ist die Bank Austria Gruppe derzeit laut Hehemann in Polen, Tschechien, der Slowakei und Rumänien. Ähnliche Dienstleistungen sollen bis zum Jahresende 2001 auch in Slowenien, Kroatien und Ungarn angeboten werden.

In Österreich fährt die Bank Austria Gruppe im Online-Brokerage auf den drei Schienen direktanlage.at, CA DiscountBroker und Bank Austria Online Trader. Die insgesamt 40 Mitarbeiter der caibon.com sollen weiterhin im Konzern gehalten werden. (APA)

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