SP will eingetragene Partnerschaft auch in Österreich

1. August 2001, 13:13
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Kuntzl will im Herbst über mögliche Schritte verhandeln

Wien - Nachdem ab heute, Mittwoch, erstmals in Deutschland gleichgeschlechtliche Paare eingetragene Lebensgemeinschaften eingehen können, wird die Diskussion zu diesem Thema auch in Österreich aktiviert. SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl betonte in einer Aussendung, es sei an der Zeit, der "gesellschaftlichen Realität ins Auge zu blicken und gleichgeschlechtliche Partnerschaften rechtlich anzuerkennen". Verschiedene Homosexuellen-Organisationen wiesen auf eine entsprechende Initiative hin, die sich im Justizausschuss befindet.

Kuntzl lädt die anderen Parteien ein, "im Herbst mit uns über die weiteren möglichen Schritte zur Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zu verhandeln".

Zahlreiche binationale Paare

"Die neue Regelung in Deutschland entspricht in vielen Punkten den langjährigen Forderungen, die die HOSI Wien in Österreich zur rechtlichen Absicherung der Partnerschaften von Lesben und Schwulen erhoben hat", nun werde die Eingetragene Partnerschaft für Österreich immer dringender, da es "sehr viele deutsch-österreichische binationale Paare gibt", erklärte der Obmann der HOSI Wien, Christian Högl.

Alle ihre Anliegen haben zahlreiche österreichische Homosexuellenorganisationen im Mai mit einer gemeinsamen Bürgerinitiative ins Parlament eingebracht. Nun hoffen sie auf eine "faire und ideologiefreie Behandlung durch die Abgeordneten aller Fraktionen, um eine breite und seriöse Diskussion im Nationalrat sicherzustellen." (APA)

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