Pool-Sieg für Nik Berger und Oliver Stamm

3. August 2001, 13:28
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2:0 über schweizer Duo Heyer/Egger - Alle anderen österreichischen Paare bereits ausgeschieden

Klagenfurt - "That’s the way", singt die erste Tribüne, "Aha aha" die zweite, die dritte Tribüne setzt mit "I like it" fort, die vierte hat’s mit dem erneuten "Aha aha" besonders leicht. Dann kommen die Wettermädchen aus den Boxen, auf dem Centercourt tanzen acht spanische Mädchen. Einige schreien "Ausziehen", obwohl diesbezüglich gar nicht mehr viel ginge. Es ist Beachvolleyball-WM in Kärnten, die Sonne scheint, hie und da kommt einer mit einem Wasserschlauch daher und sorgt für Abkühlung. Küsschen hier und Küsschen da, Tausende Menschen sind richtig gut drauf.

Probleme zum Auftakt für Berger und Stamm

Oliver Stamm und Nik Berger waren zunächst nicht so gut drauf. Immerhin standen sie nach einer Partie schon im Sechzehntel-Finale, von Bekleckern mit Ruhm konnte freilich keine Rede sein. Zwar startete das Nummer-eins-Duo Österreichs und des WM-Turniers gegen "Pelito" Gil Rivera und "El Toro" de Jesus Torres aus Puerto Rico furios, 21:14 im ersten Satz. Stamm smashte, Berger blockte. Doch die Gegner taten im zweiten Satz das einzig Richtige und servierten Berger an, um Stamm zum Aufspiel und Berger zum Smash zu zwingen. Die Ösis vergaben zwei Matchbälle, 21:23, Ausgleich.

Im dritten Satz, als Berger/ Stamm mit 5:7 hinten lagen, kippte "El Toro" plötzlich um, er musste wegen einer Verletzung am rechten Wadl aufgeben. Die Österreicher freuten sich nicht wirklich und schon gar nicht merklich. Stamm sagte: "Wir hätten locker zwanzig Minuten früher hier sitzen können, mit einem 21:19 für uns im zweiten Satz. Dann wär’ alles fein, niemand wäre verletzt." Berger: "A verkrampftes, a unglückliches, a glückliches G’schichtl."

Sieg gegen Schweizer

Unverkrampft dann das Match gegen die Schweizer Sascha Heyer/Markus Egger, die wie Berger/Stamm nicht mehr um den Aufstieg bangen mussten. Die Österreicher spielten einen perfekten ersten Satz und einen guten zweiten, schufen sich per 21:17 und 21:19 eine feine Ausgangslage für die Runde der besten 32, in der sie als Pool-Sieger heute auf einen von 15 Pool-Zweiten treffen. Berger: "Jetzt sind wir im Turnier."

Alle anderen ÖsterreicherInnen out

Nicht mehr im Turnier sind trotz eines Sieges zum Auftakt Robert Nowotny und Peter Gartmayer, auch für die Brüder Tom und Paul Schroffenegger kam nach zwei Niederlagen das Aus. Das letzte heimische Damenduo Christine Mellitzer/Sabine Swoboda hat sich mit 0:2 gegen die Chinesinnen Rong Chi/Zi Xiong im Sechzehntel-Finale verabschiedet.

(Fritz Neumann, DER STANDARD, Printausgabe 3.8.2001)

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