Strasser: Familien- zusammenführung bleibt im Rückstand

1. August 2001, 21:54
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Erklärung zur AusländerInnenquote am 13. August erwartet

Wien - In der Diskussion um die neue Zuwanderungsquote, die vom "Sommer-Ministerrat" am 13. August beschlossen werden soll, hat Innenminister Ernst Strasser (V) in einem Interview mit dem "Neuen Volksblatt" (Mittwoch-Ausgabe) erklärt, der bestehende "Rucksack" bei den Familienzusammenführungen sei "nach bisher vorliegenden Informationen in dieser Legislaturperiode nicht gesamt abbaubar".

Wie die neue Zuwanderungsquote für AusländerInnen ausschauen wird, wollte Strasser in diesem Interview nicht bekannt geben: "Das Regierungsprogramm sieht drei Punkte vor: Integration hat Vorrang vor Neuzuzug, Familienzusammenführung ist vordringlich zu machen und, drittens, eine Absenkung der Zuwanderungsquote innerhalb der Legislaturperiode. Diesen drei Punkten fühle ich mich verpflichtet." Und weiter: "Kanzler und Vizekanzlerin werden am 13. August zur Zuwanderung eine Erklärung abgeben. Dem greife ich nicht vor."

"Wir arbeiten daran"

"Selbstverständlich" trete er, Strasser, weiterhin für die Zusammenführung des Aufenthalts- und des Beschäftigungsrechts ein: "Das erleichtert für alle Beteiligten die Vorgangsweise. Wir arbeiten daran."
Innenminister Strasser hatte noch im Juni behauptet, dass der Rucksack bei der Familienzusammenführung mit Ende der Legislaturperiode abgebaut sei. (APA)

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