Ehemaliger CDU-Vorsitzender will aus Protest nicht mehr in die Schweiz reisen

1. August 2001, 08:49
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Schäuble über Schweizer Ermittlungsmethoden in der Leuna-Affäre empört

Hamburg - Der ehemalige CDU-Vorsitzende Wolfgang Schäuble hat sich über die Schweizer Ermittlungsmethoden in der Leuna-Affäre empört und angekündigt, vorerst nicht mehr in die Alpenrepublik zu reisen. Schäuble ist einer von 29 prominenten Unionspolitikern, die durch eine Rasterfahndung ins Visier der Schweizer Polizei geraten sind und als potenziell Verdächtige auf einer Liste aufgeführt wurden. "Es ist ein empörender Vorgang, wenn man auf solche Listen kommt, weil man irgendwann mal im Kanton Genf übernachtet hat", sagte er dem Magazin "Stern" nach einer Mitteilung vom Mittwoch.

Er habe eine Einladung zu einer Veranstaltung in der Schweiz inzwischen abgesagt. "Wenn allein die Tatsache, dass man sich in der Schweiz aufhält, für die Schweizer Polizei schon ein Grund für solche Verdächtigungen ist, dann will ich mich ihnen erst wieder aussetzen, wenn der unglaubliche Vorgang geklärt ist", erklärte Schäuble. (APA/dpa)

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    Der ehemalige CDU-Vorsitzende Schäuble will nicht mehr in die Alpenrepublik

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