Alles für das Gasometerleben

1. August 2001, 14:38
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In einem Monat eröffnen die 70 Geschäfte in der "G-town"

Wien - Wenn sich die Betreiber einer Shopping-Mall einen Monat vor der Eröffnung präsentieren, muss das schon in "ure supriger" Weise geschehen. Da werden die Simmeringer Gasometer zur "Supercity", da wird "urban feeling" vermittelt und das Shopping-Center im Gasometer-Inneren wird als "G-town" zum "überregionalen Themencenter".

Was man jedenfalls ab 31. August in der zweigeschoßigen Shopping-Mall, die sich über alle vier ehemaligen Gasbehälter erstreckt, tun kann: einkaufen. In 70 Geschäften. Und vorher Geld abheben. In der Bank. Und essen. Im Mc Donalds oder in anderen Cafés und Restaurants. Oder zum Friseur gehen und sich für die weitere lange Gasometer-Nacht im Erotik-Shop Orion eindecken. Und am nächsten Tag die Wäsch' zur Textilreinigung bringen.

Längst vermietet

Die 22.000 Quadratmeter Nutzfläche sind jedenfalls schon längst zur Gänze vermietet und decken so ziemlich alles ab, was man für so ein Gasometerleben braucht. Die Mieten variieren von 200 bis 1200 Schilling (14,5 bis 87,2 ) pro Quadratmeter. Damit sich das rechnet, werden pro Tag über 15.000 bis 18.000 "jungen Menschen jeden Alters" von den Geschäftsleuten erwartet.

Die "G-town" - zu der auch das "Hollywood Megaplex"-Kino mit 12 Sälen und die Bank Austria-Veranstaltungshalle für bis zu 4200 Besucher gerechnet werden -, ist ein Gemeinschaftsprojekt der heimischen Bauträger Zwerenz & Krause (25 Prozent), der ALAG Beteiligungs GmbH (25 Prozent) und der britische Fondsgesellschaft Europafund (50 Prozent). (frei/DER STANDARD, Print, 1.8.2001)

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