Lage im polnischen Hochwassergebiet entspannt sich weiter

2. August 2001, 14:02
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1,5 Millionen Schilling Hilfe aus Österreich

Warschau - Die Lage in den polnischen Hochwassergebieten hat sich weiter entspannt. Rettungskräfte sprengten in der Nacht zum Donnerstag eine weitere Bresche in den Deich bei Braciejowice, um das Abfließen des Wassers zu beschleunigen. Gleichzeitig verstärkten Helfer einen zweiten Damm, um weitere Dörfer vor der Überflutung zu bewahren.

Der Hochwasserscheitel der Weichsel erreichte am Donnerstag die Stadt Torun nördlich von Warschau, ohne Schäden anzurichten. Lediglich einige Felder wurden nach Angaben der Rettungskräfte überschwemmt, Häuser waren nicht in Gefahr. Die Hochwasserwelle hat sich inzwischen auf eine Länge von 100 Kilometern ausgedehnt und dabei abgeflacht. Nach Expertenangaben wird es noch etwa drei Tage dauern, bis die Welle das Meer erreicht hat. Für die Ortschaften zwischen Torun und der Weichselmündung sehen die Krisenzentren keine Gefahr.

Durch die Unwetter und Überschwemmungen in Polen kamen in den vergangenen Tagen etwa 30 Menschen ums Leben. Zahlreiche Häuser und Ackerflächen wurden zerstört. Mehr als 15.000 Menschen wurden vor dem Hochwasser in Sicherheit gebracht. Viele verloren ihr Hab und Gut. Schätzungen der Regierung zufolge richteten die Überschwemmungen Schäden in Höhe von drei Milliarden Zloty (799 Mill. Euro/11,00 Mrd. S).

Das Bundeskanzleramt hat eine Million Schilling für die Hochwasser-Opfer in Polen zur Verfügung gestellt. Das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) erhöhte diese Summe auf 1,5 Millionen Schilling. "Damit können insgesamt 50.000 Hygiene-Pakete geliefert werden, um den Betroffenen ein Mindestmaß an Würde zurückzugeben", sagte Rotkreuz-Sprecher Bernhard Jany heute, Donnerstag. (APA)

INFOGRAFIK:

Hochwasser- katastrophe in Polen
Caritas Spendenkonto PSK 7.700.004
Kennwort "Polen"

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