Ruth Maria Kubitschek feiert den 70er

2. August 2001, 14:03
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Mit der "Guldenburg"-Serie wurde sie als "deutsche Alexis" berühmt

So verschieden die Rollen der am 2. August vor 70 Jahren im böhmischen Komotau geborenen Kubitschek auch waren, ihr elegant-verruchtes Flair brachte sie immer ein: Ob beispielsweise als Gattin von "Monaco-Franze" oder als Brauereibesitzerin in der Serie "Das Erbe der Guldenburgs", die die renommierte Theaterdarstellerin zum TV-Star machte.

"Deutsche Alexis"

Diese Rolle war es auch, die ihr Ende der 80er Jahre in Anspielung an Joan Collins im "Denver Clan" den Spitznamen "deutsche Alexis" einbrachte. Schon 20 Jahre zuvor hatte Ruth Kubitschek in einer anderen Rolle für Furore gesorgt. 1966 genügte ein Kurzauftritt als Leiche in dem legendären dreiteiligen TV-Thriller "Melissa",, um eine gefragtes Schauspielerin im westlichen Deutschland zu werden.

Seltene Kinoauftritte

In der ehemaligen DDR hatte Kubitschek schon in jungen Jahren für Anerkennung gesorgt, als sie in DEFA-Filmen mitspielte. Ihre Ausbildung hatte sie in Weimar und Halle absolviert, wo sie auch Gesang studierte. 1961 holte sie der große Theatermann Fritz Kortner für seine berühmte Fernsehinszenierung von "Lysistrata". Dass die hoch gewachsene Blondine außer der Mitwirkung in dem Melodram "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" von Rainer Werner Fassbinder keine nennenswerten Kinofilme machte, war eher in der Dauerkrise des deutschen Films begründet.

Zuletzt war die Hobby-Malerin in der von Rademann produzierten ZDF-Serie "Spiel des Lebens" zu sehen gewesen. (red)

Geburtstag am 2. August
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