Wiener Hitze-Spitze

1. August 2001, 11:53
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Im Regenjuli hatte Wien den heißesten Tag

Wien - Die Ostösterreicher können das zwar ganz und gar nicht bestätigen - aber im statistischen Mittel stimmt's. Österreichweit gesehen: Der Juli 2001 war zu warm. So die Bilanz der Wetterexperten der Hohen Warte. Die Temperaturen lagen nördlich des Alpenhauptkammes und im Osten um etwa ein bis 1,5 Grad höher als im langjährigen Durchschnitt. Unterkärnten und die südliche Steiermark schwitzten 1,5 Grad über dem Schnitt. Wien war sogar gemeinsam mit Tulln hitziger Spitzenreiter: Am 15. Juli mit 36,2 Grad.

Wiener Hitze-Spitze

Für alle, die es in der längeren ostösterreichischen Regenperiode der vergangenen Wochen vergessen haben: "In den ersten beiden Juliwochen ist das Wetter sommerlich warm gewesen", erinnern die Hohen Wärter. Das Monatsmaximum der Lufttemperatur sei in Westösterreich, Salzburg und Oberösterreich bereits am 6. oder 7. Juli aufgetreten. Im Süden wurden die Spitzenwerte oft erst am 22. Juli erreicht. Kurz nach der Monatsmitte, vom 16. bis 20. Juli, gab es einen Knick, die Temperaturen lagen in ganz Österreich unter dem Mittel. Der Trend setzte sich bis zum 25. im Osten fort (was uns wiederum gut erinnerlich ist).

Dieser "Trend" - in Form von Regen - brachte im Mühl-, Wald- und Weinviertel, im nördlichen Wiener Becken und im Burgenland die von der Landwirtschaft dringend benötigte Feuchte. Dabei wurden zwar die Normalwerte um 50 Prozent übertroffen - sprich: Der Juli war also doch auch zu feucht. Das Gesamtdefizit dieses Jahres ist damit aber noch nicht ausgeglichen. Die Niederschläge im übrigen Bundesgebiet waren weitgehend normal. Im Schnitt. Die größte Niederschlagsmenge wurde am 19. beziehungsweise 20. Juli gemessen. Bis zu 80 Liter pro Quadratmeter regnete es in Nordstaulagen. 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter in Ostösterreich.

Was den Sonnenschein betrifft, so werden zwischen Bregenz und Linz die Juli-durchschnittlichen 225 bis 230 Stunden übertroffen. Der Sonnen-Überschuss liegt zwischen zehn Stunden in Linz und 40 Stunden in Bregenz. Für den Osten und Süden gilt aber: minus zehn bis 15 Stunden. (APA/frei, DER STANDARD Print-Ausgabe 31.Juli 2001)

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