Wien: Kran rutschte ab, Frau war sofort tot

1. August 2001, 18:15
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Staatsanwaltschaft prüft, ob Haltegurte ausreichend waren

Wien - Ein querliegender Kran, Betonplatten auf der Straße, blockierte Hauseingänge - mit einem Blick war die Tragik des Kranunfalls gestern, Dienstag, erfassbar.

Eine 50-jährige Frau war von einem herabstürzenden Kran erschlagen worden, der für den Transport durch die Stadt auf einem Tieflader auflag. Die Frau dürfte nach Angaben von Bundespolizeidirektion und Rettung wegen Kopfverletzungen sofort tot gewesen sein. Eine zweite Frau wurde schwer verletzt. Außerdem wurden durch die Wucht der Kranteile und der ebenfalls mitgeführten Betonplatten Auslagen zertrümmert. Eine Trafikantin konnte ihr Geschäft längere Zeit nicht verlassen, weil die Teile vor der Tür liegen blieben.

Zu dem Unglück kam es, weil der Fahrer des Schwerfahrzeugs an der Ecke Universitätsstraße/Landesgerichtsgasse links abbiegen wollte; mit zu hoher Geschwindigkeit, wie Augenzeugen beobachtet haben wollen. Dabei geriet die Last ins Rutschen. Es ist auch die Frage aufgetaucht, ob diese ausreichend gesichert war. Die Staatsanwaltschaft hat das Fahrzeug deshalb beschlagnahmt. Zwei Haltegurte hielten den Kran auf der Ladefläche, Sachverständige sollen nun klären, ob dies für die Sicherung genug war. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 1.8.2001, aw)

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