Baggern am Wörthersee

1. August 2001, 10:21
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Die Weltelite der Strand-VolleyballerInnen trifft sich von 1. bis 5. August in Klagenfurt um die Meister der Welt zu küren

Wien/Klagenfurt - Die internationale Volleyball-Welt blickt in dieser Woche zum Wörthersee. Im Klagenfurter Strandbad mit den Neben-Schauplätzen Europapark, Velden und Maria Wörth finden von Mittwoch bis Sonntag die Beach-Volleyball-Weltmeisterschaften statt, die dritten des Internationalen Verbandes (FIVB) nach Los Angeles 1997 und Marseille 1999. Je 48 Herren- und Damen-Duos spielen um die Titel, Österreich ist mit jeweils fünf Paaren vertreten. Das Endspiel der Damen findet am Samstag statt, die Herren finalisieren am Sonntag.

Österreicher bestenfalls Außenseiter

Die heimischen Teams haben bei dem mit rund 40 Mio. S (2,91 Mio. Euro) budgetierten Event realistischer Weise keine Medaillenchance. Einzig die Olympia-Neunten Nik Berger/Oliver Stamm dürfen sich geringe Außenseiter-Chancen ausrechnen. Deklarierte Favoriten auf die Siegerschecks von je 47.000 Dollar (53.604 Euro/737.607 S) gibt es nicht, die Teams aus Nordamerika, Brasilien und Australien gelten allerdings als die stärksten. Da wären etwa die jeweils zweifachen Saison-Sieger Mariano Baracetti/Martin Conde aus Argentinien und Emanuel Rego/Alexandre Tande Samuel Remos aus Brasilien. Emanuel ist der ungekrönte Beach-König von Klagenfurt. Der 28-Jährige holte sich alle vier bisherigen World-Tour-Turniere in Klagenfurt, beim Debüt 1997 mit Ze Marco, danach drei Mal mit Loiola. Dieser gewann am Sonntag mit Ricardo die Generalprobe in Espinho.

Aussichtsreichste Europäer sind die schweizer Brüder Martin und Paul Laciga. Die Vize-Weltmeister haben allerdings ein Final-Trauma. Allein heuer sind sie fünf Mal in Endspielen unterlegen. Unter den Saison-Siegern der World Tour befinden sich auch Lee Zahner/Julien Prosser, Gold für die australischen Berlin-Sieger wäre aber eine Überraschung. Gleiches gilt für das US-Duo Kevin Wong/Stein Metzger, die Sieger von Gstaad.

Erster Auftritt der Damen

Die Damen sind das erste Mal in Kärtnen zu Gast, werden auf Grund des neuen Grand-Slam-Status der Veranstaltung aber zumindest bis 2004 in Österreich zu bewundern sein. Heuer gelten die Brasilianerinnen Adriana Behar/Bede Shelda und die US-Paarung Elaine Youngs/Barbra Fontana als erste Titelanwärter, beide Paare sind zweifache Saison-Sieger. Den Saisonstart in Macao haben die Olympia-Siegerinnen Natalie Cook/Kerri-Ann Pottharst aus Australien gewonnen, in Espinho siegte zuletzt überraschend das US-Team Kerri Walsh/Misty May.

Neuer Modus

Der WM-Modus ist neu. In Gruppen-Spielen qualifizieren sich je 32 Teams für die K.O.-Phase, in der es bis zur Entscheidung geht. Für die 160 Matches wurde die Zuschauer-Kapazität bedeutend erweitert, allein der Center Court im Klagenfurter Strandbad fasst 10.000 Fans. In Summe sind 60.000 Besucher einkalkuliert. Etwa 450 Journalisten werden über die Weltmeisterschaften berichten.

Besonderes Augenmerk wird von den Organisatoren auf das Umfeld gelegt, dessen Qualität bei der Vergabe der Titelkämpfe an Klagenfurt mit entscheidend war. Den VIP-Gästen steht eine 1.900 Quadratmeter große Seeterrasse mit allen Annehmlichkeiten zur Verfügung und auch den Aktiven sollte es an nichts fehlen. Das i-Tüpfelchen freilich bilden die täglich stattfindenden Side-Events in den Wörthersee-Orten Velden, Pörtschach und Saag. Diese werden dafür sorgen, dass die WM bis zum Sonntag auch in den Nachtstunden präsent ist. (APA)

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