Nur das Wetter ist nicht planbar

1. August 2001, 17:27
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Die Entwicklung Klagenfurts zur WM-Stadt war eine rasante

Wien - Die Weltmeisterschaften in Klagenfurt (1. - 5. 8.) werden das bisher größte Ding im Beach-Volleyball in Österreich. Vor noch fünf Jahren war die Abwicklung einer derartigen Großveranstaltung gänzlich undenkbar, mit einem Turnier der nationalen Masters-Serie wurde 1996 in Klagenfurt bescheiden begonnen. Über vier World-Tour-Turniere tastete man sich danach zum Höhepunkt WM vor.

Federführend in der Organisation ist Hannes Jagerhofer. "1996 hat mich mein Freund Harald Buttinger gefragt, ob man in Klagenfurt nicht eine Olympia-Revanche durchführen könnte. Das ließ sich aber leider in so kurzer Zeit nicht machen, also haben wir einmal ein österreichisches Masters-Turnier veranstaltet", so der Kärntner.

Dann ging es rasant. Im World-Tour-Kalender wurde ein Termin frei, Jagerhofer fuhr nach Lignano, brachte Klagenfurt als Ersatzort ins Spiel und bekam den Zuschlag. "Schon damals war man beim Weltverband bemüht, auch Turniere in Binnenländern durchzuführen. Mit dem Wörthersee bieten wir da eine ideale Location." Bald schon war Klagenfurt ein fester Bestandteil der World Tour. "Bei uns sollen sich die Spieler wohl fühlen. Außerdem legen wir auch sehr viel Wert auf den VIP-Bereich." Nicht nur einmal wurde Klagenfurt von den Spielern zum beliebtesten Turnier gewählt.

Am 19. Juni 2000 fiel schließlich die Entscheidung zu Gunsten der österreichischen Bewerbung. Nicht unwichtig war da sicher auch der Klagenfurt-Besuch von FIVB-Präsident Ruben Acosta bei Traumwetter im Jahr davor. Vergangenes Jahr hatte es das Turnier hingegen verregnet. "Schönes Wetter ist das Einzige, was wir heuer noch brauchen. Für alles Andere haben wir gesorgt", ist Jagerhofer bereit.

Für die nächsten drei Jahre ist den Kärntnern bereits der Grand-Slam-Status zugesichert, das bedeutet mehr Preisgeld und auch das Antreten der Damen-Elite. 2009 will man sich erneut um die Ausrichtung der WM bemühen. (APA/red)

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