Reiten wie der Teufel

1. August 2001, 17:40
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Dass Lance Armstrong die Tour de France gewonnen hat, wissen viele. Dass er einer der wenigen ist, die auf Serien-Bikes von Sieg zu Sieg eilen ist hingegen kaum bekannt. Die Geräte gibts auch in Österreich.


"Der is' in einer anderen Welt unterwegs", schwärmt Martin Oberhuber im "Mountainbiker"-Geschäft. Und wer würde ihm widersprechen? Armstrong bewegt sich nun einmal weit über allen anderen und wie kein anderer - auch wenn er nicht Neil heißt, sondern Lance. Lance Armstrong - eine absolute Ausnahmeerscheinung.

Fahren wie Lance

Wie übrigens auch sein Rad. Wer sich davon überzeugen will, braucht nur in eine der "Mountainbiker"-Filialen zu gehen - dort kann er haargenau eine dieser Maschinen erwerben, mit denen Armstrong zu seinen Etappensiegen flitzte. Und zwar bis hin zum kleinsten Detail. Denn Armstrong ist einer der wenigen, die während der Tour tatsächlich auf einer Serienmaschine strampeln. Sogar einen handsignierten, limitierten Originalhelm gibt es hier. Den einzigen, der nach Österreich kam. Wer dieses Liebhaberstück kaufen will, sollte allerdings mit einem Preis so um die 20.000 Schilling (1453 EUR) rechnen.

Schalten wie Lance

Beim Rahmen des Armstrongschen Trek-Rades handelt es sich um die OCLV Carbon 110- beziehungsweise 120er-Rahmen von Trek, mit denen Armstrong in Frankreich unterwegs war. OCLV - das steht für "Optimum Compaction Low Void" und das bedeutet die Verdichtung von ultraleichten Carbonfasern und die Minimierung von Luftlöchern. Was eine maximale Festigkeit mit sich bringt.

Bremsen wie Lance

Was man auf den ersten Blick nicht sieht: Der Rahmen wird über Innenmuffen zusammengesetzt und verklebt, "so kann der Rahmen dick sein, wo er muss und leicht, wo er kann", erläutert Oberhuber. Diese Technik und der Aufbau des Rahmens; dazu die idealen Dämpfungseigenschaften des Carbon: "Das Optimum, das es derzeit gibt." Der 120er-Rahmen ist übrigens der "leistbare" - und ist für 25.990 Schilling zu haben. Der 110er kommt hingegen auf 45.990 Schilling.

Brennen wie ein Luster

Dazu kommt dann noch beispielsweise die spezielle ultrasteife OD-Carbon-Gabel, "das Schlüsselelement für ein federleichtes Bike", wie es im Trek-Katalog so schön heißt. Oder die Bike-Komponenten von Shimano. Oder die Laufräder von Mavic. "Alles zusammen kommt dann auf über 100.000 Schilling", rechnet Oberhuber zusammen. Exklusive Schuhe und Helm natürlich.

Ist sicher nicht ganz billig - aber dafür kann man dann tatsächlich wie Lance Armstrong auf Österreichs Straßen unterwegs sein. Wenn auch deutlich langsamer. Aber Armstrongs Trittfrequenz von über 120 pro Minute, die ist sowieso überirdisch. (DER STANARD Print-Ausgabe, 27.7.2001)

Von Roman Freihsl

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