Softwarehersteller plädieren auf "Nicht schuldig!"

20. August 2001, 11:57
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Sammelklage der Opfer und Hinterbliebenen des Amoklaufs an der Columbine High School soll fallengelassen werden

Die Elite der Publisher und Software-Entwickler muss sich zur Zeit vor Gericht, in Zusammenhang mit dem Amoklauf an der Columbine High School vom 20. April 1999 in Littleton, verantworten. Damals töteten Eric Harris und Dylan Klebold 12 Mitschüler und einen Lehrer, ehe sie Selbstmord verübten. Seit dieser Katastrophe gibt es immer wieder heftige Diskussionen um die Mitschuld von Computerspielen an der steigenden Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen.

Sammelklage gegen Spielehersteller

Prominente Firmen wie etwa Acclaim Entertainment, Activision, Capcom Entertainment, Eidos Interactive, Infogrames, Interplay Entertainment, Nintendo of America, und Sony Computer Entertainment America wurden von den Opfern und Hinterbliebenen des Amoklaufs in einer Sammelklage der Beihilfe und Anstiftung zum Mord angeklagt.

"Nicht schuldig!"

Die Softwarehersteller plädierten geschlossen auf "Nicht schuldig". In der Begründung der Firmen wird angeführt, dass kein bestimmtes Computerspiel genannt werden konnte, dass die Täter Eric Harris und Dylan Klebold zu ihrer Tat veranlasst habe. Die Firmen berufen sich auf das Recht der freien Meinungsäußerung und sehen keine rechtlichen Grundlagen um für die Reaktionen der Konsumenten auf ihre Produkte verantwortlich gemacht zu werden.

Squaresoft geht frei

Square Soft, eine der mitangeklagten Firmen wurde schon am Montag ohne nähere Angabe von Gründen aus dem Verfahren genommen.(red)

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