Joyriding the Streets of Moscow, Part I & II

Der sowjetische Staats- und Parteichef Leonid Breschnew hatte ein Problem. „Bewegt“ recherchierte die knallharten Fakten.


Leonid Breschnew verewigte sich mit seinen Titeln (Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjet, Generalsekretär der KpdSU, Armeegeneral, Marschall der Sowjetunion) und Taten (Sturz von Vorgänger Chruschtschow, Niederwalzung des Prager Frühlings, „Intervention“ in Afghanistan, Atomwaffen-Abrüstungs-Abkommen mit den USA) in den Büchern der Geschichte. (Das haben wir irgendwie gewusst!)

Leonid Breschnew verewigte sich mit seinen amourösen Eskapaden im Gedächtnis zahlreicher Mätressen (und damit in den Dossiers des US-amerikanischen Geheimdiensts CIA). (Das haben wir irgendwie geahnt!!)

Leonid Breschnew verewigte sich mit seinem 66er Rolls-Royce Silver Shadow im Heck eines Schwertransporters. (Das haben wir irgendwie verpasst!!!)

Wahrheit?

„Bewegt“ begibt sich auf Spurensuche. Zurück in eine Zeit, in der sich die Mundwinkel der Nachrichtensprecher beim „jet“ von Sowjetunion unmerklich nach unten und beim „A“ von USA merklich nach oben zogen.

In den Siebzigern war die Ära der Weltherrscher von eigenen Gnaden vorbei. US-Präsident Nixon stolperte über den Watergate-Skandal. Zurecht. Der sowjetische Staats- und Parteichef Breschnew besuchte Deutschland und parkte das Gastgeschenk Willy Brandts, einen Mercedes SLC 450, im Zuge einer spontanen Spritztour prompt im Graben. Häme und Spott der westlichen Presse waren sicher. Zu Unrecht. Breschnews Dolmetscher dementierte noch Jahre später. Vergebens. Kalter Krieg, schlechte Zeiten für die Wahrheit.

NJET

Leonid Iljitsch Breschnew war ein Auto-Enthusiast. Je schneller umso besser. Je luxuriöser umso mehr. Damit hatte der Mann mit den buschigen Augenbrauen aber ein Problem: Job und Hobby passten definitiv nicht zusammen. Via „Prawda“ den Monopolkapitalismus vor sich her und dann den Royce durch die Taiga treiben? Njet.

Der zweite Teil wartet mit einer Reihe wertvoller Hintergrundinformationen aufi>

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