Zaubernuss - Hexenhasel

4. April 2003, 12:35
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Hamamelis, in der nordamerikanischen Heimat als Zaubernuss bekannt, ähnelt unserem Haselnußstrauch und wird deshalb auch Hexenhasel genannt

Hamamelis virginiana, so der lateinische Name der virginischen Zaubernuss ist in Nordamerika und Ostasien heimisch. In der Kräutermedizin werden vorwiegend Extrakte aus der Rinde, aber auch aus den Blättern der Pflanze benutzt. Als Heilmittel wirkt Hamamelis keim- und entzündungshemmend sowie blutstillend und fördert so den Heilungsprozess.

Der ziemlich anspruchslose Strauch ist mittlerweile auch in Europa eine beliebte Zierpflanze, die auch an schattigen, jedoch möglichst windgeschützten, Plätzen ausgesprochen gut gedeiht. Der Strauch kann bis zu 7 m groß werden und hat kleine gelbe Blüten mit schmalen, streifenartigen Blütenblättern. Die Hamamelisblätter enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe (Gallotannien) und Flavonoide. Die Anwendungsgebiete sind sehr vielfältig.

Aufgrund der guten Wirksamkeit und Verträglichkeit ist Hamamelis Bestandteil vieler homöopathischer und phytotherapeutischer Kombinationspräparate. Hamamelis findet Anwendung bei schlecht heilenden Wunden, Hautentzündungen, Heiserkeit, Krampfadern, Hämorrhoiden, Venenerkrankungen und rheumatischen Beschwerden aber auch in vielen kosmetischen Pflegeprodukten wie Körpercremen, Rasier- und Haarwasser.

(os)

Von den indianischen Medizinmännern wird Hamamelis vielseitig eingesetzt. Ihre entzündungshemmende Wirkung konnte inzwischen auch in wissenschaftlichen Studien belegt werden.
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