Verstauen können, aber auf fesch

21. September 2004, 14:45
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Der Toyota Avensis Verso ist zwar irgendwie ein Feschknopf, ob ihm jedoch genug Charisma mitgegeben wurde, sei dahingestellt. Für nüchterne Rechner bietet er auf alle Fälle einiges an inneren Werten.


Toyota launcht mit dem Avensis Verso eine Großraumlimousine, die Modularität mit einem gefälligen Äußeren vereinen will. Die Vorgabe der Toyota-Ingenieure war es, einen Van zu konzipieren, der sich zwischen dem Big Van Previa und dem Kompaktvan Yaris Verso positioniert. Die Zielgruppe sind Familien, die ein Automobil mit geräumigem Innenraumangebot suchen, aber nicht gänzlich auf prestigeträchtiges Auftreten verzichten wollen.

Beim Betrachten des Autos, das den Toyota Picnic ablöst, liegt der Schluss nahe, dass hier nicht ausschließlich von innen nach außen konstruiert wurde. Das bullige Auftreten durch hochgezogene Türen und wuchtige Stoßfänger und die sportlich-fließende Silhouette (CW-Wert: 0,30) sind wahrlich gut gelungen. Der letzte Schuss an Charisma fehlt ihm jedoch.

Limousinenhafte Fahrdynamik

Fahrdynamisch ist der Avensis Verso beinahe limousinenhaft und weist ein stabiles Verhalten auf. Die Armaturen sind übersichtlich und ergonomisch angeordnet. Keine Schnörksel, sondern Konzentration auf das Wesentliche.

Der Stauraum ist variabel zu gestalten und bietet bis zu sieben Personen Platz. Dazu sei angemerkt, dass die dritte Sitzreihe 8500 S Aufpreis kostet und nur selten Sinn macht, da es verdammt eng für Passagiere wird. Bei Ausbau der zweiten und dritten Sitzreihe packt der Verso beachtliche 2500 Liter.

Reizvolle Auswahl

Motortechnisch hat man die Wahl zwischen 2-l-VVT-i-Benzinaggregat und 2-Liter-Common-Rail-D4-D-Diesel. Der Benzinmotor bringt 150 PS und erzielt eine Höchstgeschwindigkeit von 192 km/h. Den Spurt von null auf 100 erledigt er in 11,4 Sekunden. Dabei verbraucht er 8,6 Liter - ein ansprechendes Verbrauch-Leistungs-Verhältnis.

Der Dieselmotor, der zirka neunzig Prozent Verkaufsanteil in Österreich haben wird, begnügt sich mit nur 6,5 Liter auf 100 km und leistet 116 PS. Die Topspeed liegt bei 180 km/ h. Das Auto ist serienmäßig mit Klimaanlage, CD-Player und vielen Details wie zum Beispiel einer Isofix-Kindersitzverankerung an den äußeren Sitzen der zweiten Reihe ausgestattet. Leder ist nicht zu haben.

Ab September Realität

Preislich bewegt sich der Toyota knapp unter 400 Tausendern. Der Benziner mit 5-Gang-Schaltung kostet 375.624 S, der Diesel ist überraschenderweise um 228 S billiger und kostet 375.396 S. Vorsteuerabzugsberechtigung gibt es keine. Die ersten Modelle sollen im September anrollen.

Von Gregor M. Waidacher

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