Malvengewächse

4. April 2003, 14:08
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Stockrose, Eibisch, Moschusmalve, Bechermalve, Rosenpappel, Sommermalve - lang ist die Liste der Malvengewächse, die in Haus, Garten, Küche und Apotheke eine Rolle spielen.

Heute steht vor allem die schlichte Schönheit der fünfblättrigen Blüten im Vordergrund. In früheren Zeiten schätzte man dagegen mehr ihre Inhaltsstoffe. Schon in der Antike waren Malvengewächse als Heil- und Gemüsepflanze in Gebrauch. Aus den jungen Blättern kann ein köstlicher Salat zubereitet werden. Malve wächst an Wegrändern, Feld- und Wiesenrändern, Böschungen, Schuttplätzen und an sonnigen Hängen und Mauern. Sie ist fast weltweit verbreitet.

Als Tee wirkt das Malvengetränk entzündungshemmend und schleimlösend. Karl der Große befahl den Anbau von Althaea officinalis, dem Echten Eibisch, in seiner Landgüterordnung. Sogar menschliche Beziehungen sollen sich mit Hilfe von Malven kitten lassen, denn wer ihre Blätter überreichte, bat den Empfänger traditionell um Vergebung.

Aber nicht nur als Medizin oder erfrischender Malventee machte der Eibisch Karriere. Im angelsächsischen Raum verarbeitete man seine Wurzeln zu einer beliebten Süßigkeit: den gleichnamigen Marshmallows. Ob jedoch die heute im Supermarkt angebotenen Marshmallows wirklich noch Eibischwurzeln enthalten, wissen allein die Hersteller.

Äußerlich kann man die Malve sehr wirksam zur Behandlung von Wunden, Entzündungen und Geschwüren verwenden. Bei Mund-, Hals- und Rachenentzündungen kann man Malventee als Gurgelwasser verwenden. Eine kleine Handvoll Malven mit einem halben Liter kochendem Wasser übergießen, abkühlen lassen, abseihen. Die in Malventee getauchte Kompressen verleihen der Haut einen makellosen Teint. Haarspülungen mit schützen feines und empfindliches Haar. (go)

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