Amsterdam

13. Mai 2005, 14:07
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Es lohnt sich, die Stadt mit klarem Kopf zu entdecken: Ein Rundgang innerhalb der gesicherten Zonen.

Für hektische Besichtigungsmarathons mag sich die niederländische Metropole so ganz und gar nicht eignen. Das widerspricht schon ihrer Atmosphäre: Das Tempo der Stadt bestimmen nämlich die Radfahrer und als staunender Tourist tut man gut daran, sich dem anzupassen.


Erster Tag

Die besten Eindrücke erhält man bei einer Grachtenfahrt. Die Häuser, großteils im 17. Jahrhundert erbaut stehen auf Tausenden von Fichtenstämmen. Ein Schleusensystem sorgt dafür, dass die Pfähle stets von Wasser bedeckt sind, damit sie nicht faulen. In der Nacht wird frisches Wasser aus dem Ijsselmeer durch die Gracht gepumpt, das Altwasser fließt durch den Nordseekanal ins Meer. Dieses ausgeklügelte System soll die Existenz der niederländischen Hauptstadt zumindest für die nächsten 2000 Jahre garantieren. Vom Boot aus werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorgeführt: Anne Frank-Huis, Centraal Station, Oude Kerk und Westerkerk.

Nach der Fahrt ist Zeit für einen Einkaufsbummel, rund um die Leidsestraat formiert sich die Bekleidungsindustrie. Am Dam stoßen wir auf den Königspalast, Zentrum der Stadt, Treffpunkt aller Touristen.

Mit traditioneller indonesischer Küche, die in Amsterdam einen besonders guten Ruf hat, schließen wir den Tag ab. Dringende Empfehlung: Die Rijstafel, ein Festessen, bestehend aus trockenem Reis, der ohne Salz gekocht wird, und einer unbegrenzten Zahl an Beilagen, die in Schüsseln um den Reis gestellt werden.


Zweiter Tag

Über den Vondelpark erreicht man den Mittelpunkt des Museumsviertels, den Museumsplein, der 1999 neu gestaltet wurde. Hier befinden sich die bekannten Kulturstätten der Stadt: Concertgebouw, Rijksmuseum mit Rembrandts "Nachtwache", das Van Gogh-Museum und das Stedelijk-Museum mit Sammlungen moderner Kunst. Der renovierungsbedürftige Bau wird von November 2002 umgebaut und schließt dann für zwei Jahre seine Pforten. Von Doris Priesching

Ganz persönlich

Die niederländische Küste ist von Amsterdam mit dem Auto oder dem Zug leicht zu erreichen. Nur knapp eine Stunde Fahrt von Amsterdam entfernt, gelangt man etwa an das direkt an der Nordsee gelegene Bergen aan Zee, das etwas abseits von den lauten Seebädern im Süden liegt. Der Strand ist hier in der Regel noch weniger überlaufen und man kann lange Dünenwanderungen machen. (DER STANDARD, Printausgabe, 2001)

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