Praterpläne: Ideen, aber noch kein Investor

31. Mai 2001, 20:57
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Neugestaltung des Freizeitviertel beginnt mit neuen Messehallen

Wien - Im Prater rollen wieder die Bagger. Nach ewigen Diskussionen, wie das gesamte Freizeitviertel neu gestaltet werden könnte, wird im Juli mit dem Bau der neuen Messehallen begonnen. Bauvolumen: 2,3 Milliarden Schilling. Das ist Voraussetzung, damit 2004 ein renommierter Kardiologenkongress in Wien stattfinden kann. Bis dahin soll auch die 4500-Plätze-Parkgarage fertig sein.

Damit hat der erste Teil der Umsetzung des Praterkonzepts begonnen. Angedacht ist weiters, die Sportstätten zu erweitern, eine Verbindung zur Krieau zu schaffen, den Nordbahnhof zu sanieren und neben dem jetzigen Wurstl- prater ein Entertainmentcenter zu bauen. Für Letzteres gibt es außer Ideen, laut Messe-Chef Günther Sallaberger, "weder fixe Projekte noch Investoren, die das finanzieren".

Bei einer Diskussion zur Zukunft des Praters Mittwochabend im Depot kündigte Planungsstadtrat Rudolf Schicker (SP) die Fertigstellung der Flächenwidmungspläne seitens der Stadt bis Mitte August an. Diese sind Voraussetzung für das neue Nutzungskonzept.

Bisher sei es schwierig gewesen, angesichts der vielen Einzelinteressen der rund 90 Unternehmer am Praterareal Neues umzusetzen. Schicker befürwortet daher den Vorschlag, eine "Dachgesellschaft" für sie zu gründen, um Interessen zu bündeln.

Offen ist die Finanzierung der 700 Millionen Schilling, die für die Sanierung von Nordbahnhof und S-Bahn-Station Praterstern benötigt würden. Denn seitens des Infrastrukturministeriums würde nur ein Drittel bereit gestellt, so Schicker. (aw, DER STANDARD Print-Ausgabe 1. Juni 2001)

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