Mit dem digitalen Lotsen großräumig an den Staus vorbei

31. Mai 2001, 20:28
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"Trafic Message Channel"-Systeme sind teuer, aber auch effektiv

Wien - Ferienzeit ist Reisezeit - verstopfte Straßen. Wenn die Staumeldung im Radio ertönt, ist es meistens zu spät. Dynamischer durch das Verkehrsdickicht führen Navigationssysteme, gesteuert via Satellit, in Verbindung mit dem "Traffic Message Channel" (TMC). Der Autofahrer hat dabei den Vorteil, dass die Routenempfehlung auf die aktuelle Verkehrssituation abgestimmt wird. Die TMC-Informationen werden flächendeckend über UKW-Stationen kostenlos zur Verfügung gestellt. 14 von 15 Staus konnte nach einer Studie des deutschen Automobilclubs ADAC dadurch entkommen werden. Im ADAC-Test konnte eine Zeitersparnis von 74 Minuten auf einer Strecke von 625 Kilometern erzielt werden. In Kauf musste dabei ein Umweg von 45 Kilometern genommen werden.

Digitaler Wegbereiter kostet so viel wie ein Multimedia-PC

Das alles hat seinen Preis: Ein digitaler Wegbereiter kostet in der Regel so viel wie ein Multimedia-PC von der Stange. VDO Dayton bietet das Navigationssystem MS 5000 kombiniert mit dem TMC-System "Dynamic Navigation Receiver" MT 5010. Dabei werden die Verkehrsinformationen von Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich, Italien, Schweiz, Schweden und Dänemark eingespeist. Noch in diesem Jahr sollen auch die zuverlässigen Verkehrsmeldungen von Österreich hinzukommen. Das Gerät selbst verfügt über einen Farbbildschirm im Breitbildformat 16:9, das eine gestochen scharfe Anzeige der Routen ermöglicht. Die Bildschirmdiagonale beträgt 5,8 Zoll und kann in den Radioschacht eingebaut werden.

Die Zielvorgabe kann mit der Hand über eine Fernbedienung eingegeben werden. Durch die Sprachführung, insgesamt stehen neun Sprachen mit 19 verschiedenen Stimmen, sowohl weiblich als auch männlich zur Verfügung, kann dem Autofahrer die Route angesagt werden.

Über den Videoanschluss kann man das Gerät zu einem HiFi-Gerät, wie man es im Wohnzimmer stehen hat, aufrüsten. Es wird in Österreich im Handel um rund 28.000 Schilling (2034,83 EURO) erhältlich sein. (Thomas Jäkle, DER STANDARD Print-Ausgabe 1. Juni 2001)

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