Bekannter Zeitzeuge Albert Massiczek tot: Es war ein Unfall

31. Mai 2001, 20:08
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Mit Kopfwunde auf der Straße liegend gefunden

Wien - Ein Verbrechen im Zusammenhang mit dem Tod des bekannten Zeitzeugen und Widerstandskämpfers Albert Massiczek (85) wurde nun ausgeschlossen. Nach Auskunft des Lorenz Böhler Krankenhauses in Wien-Brigittenau deute nichts darauf hin, dass Massiczek Opfer eines Überfalles geworden sei.

Wie berichtet, war der mehrfach ausgezeichnete Zeitzeuge und Publizist mit einer Kopfwunde auf der Straße liegend gefunden worden. Im Krankenhaus erlag er seiner Verletzung. Freitag hieß es schließlich, die Art der Wunde und die Angaben der Rettungsleute, die den Verletzten geborgen hätten, ließen auf einen Unglückssturz schließen.

Albert Massiczek hatte sich nach anfänglicher Begeisterung für den Nationalsozialismus 1938 dem Widerstand angeschlossen und war Zeit seines Lebens dem Frieden und der Menschlichkeit verbunden. (simo, DER STANDARD Print-Ausgabe 1. Juni 2001)

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