Konrad-Adenauer- Konferenzzentrum in Jerusalem eröffnet

31. Mai 2001, 17:35
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Altbürgermeister Kollek wollte erstem deutschen Bundeskanzler ein Denkmal setzen

Jerusalem - Nach mehrjähriger Bauzeit hat Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel am Donnerstag in Jerusalem das große Konrad-Adenauer-Konferenzzentrum seiner Bestimmung übergeben. Erstmals in der Geschichte des Staates Israel wurde damit ein großes öffentliches Gebäude nach einem deutschen Politiker benannt. Am Abend war in Jerusalem ein festliches Konzert angesetzt, mit dem die Eröffnung des Zentrums, aber auch der ehemalige Bürgermeister Teddy Kollek gefeiert werden sollte, der vor wenigen Tagen 90 Jahre alt wurde.

Das Zentrum, das nach Aussagen von Johannes Gerster, dem Leiter der Konrad-Adenauer Stiftung in Israel, "Juden, Christen und Moslems" in der geteilten Stadt zusammenführen soll, wurde weitgehend aus deutschen Spenden finanziert. Neben Bund und Ländern trugen vor allem große Firmen zu dem Bau bei, der mehr als sechs Millionen Dollar (7,08 Mill. Euro/97,4 Mill. S) kostete. Treibende Kraft bei der Planung war vor allem die Adenauer-Stiftung, die in dem Bau "ein Symbol deutsch-israelischer Verständigung nach dem Holocaust" sieht.

Ein Denkmal für Adenauer

Mit dem Konferenzzentrum, das in einzigartiger Lage am Fuß von Mischkenot Schaananim, dem ältesten Viertel Jerusalems außerhalb der Mauern der Altstadt entstanden ist, wollte Teddy Kollek nach eigenen Aussagen dem ersten deutschen Bundeskanzler Adenauer ein Denkmal setzen. Adenauer gilt in Israel als Begründer der Wiederannäherung von Deutschen und Juden nach dem Holocaust. Die Konrad-Adenauer- Stiftung arbeitet seit 20 Jahren in Israel. Die Stiftung hat sich in den letzten Jahren unter ihrem Leiter Johannes Gerster vor allem für Programme eingesetzt, die Juden und Palästinenser einander näher bringen sollen. (APA/dpa)

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    Konrad Adenauer

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