Andritz kommt aufs Parkett

31. Mai 2001, 17:16
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Mitte nächster Woche soll die Zeichnungsfrist für die Aktien des Grazer Maschinenbauers in Wien beginnen

Graz/Wien - Mitte nächster Woche ist es so weit: Nach der Absage des Börsegangs im Herbst wird der Grazer Maschinenbauer Andritz den Sprung aufs Wiener Börsenparkett wagen, heißt es aus gut informierten Kreisen.

Am Mittwochabend sollen die Grazer ihren Börsengang in Wien präsentieren, Mittwoch soll auch erster Tag der Zeichnungsfrist sein. Am selben Tag soll wie berichtet auch die Linzer Callcenter-Betreiber und Anbieter von Kundenmanagement-Lösungen CLC an die Börse gehen. Andritz-Sprecher Michael Buchbauer wollte das nicht bestätigen, räumte allerdings ein, dass die Marktbedingungen für Andritz derzeit sehr gut seien - eine Grundbedingung für den Börsegang noch vor dem Sommer. Die Zahlen für das erste Quartal waren sehr gut: Die Aufträge legten um 56,6 Prozent auf 378 Mio. Euro (5,20 Mrd. S) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zu. Das Ergebnis vor Firmenwertabschreibung (Ebita) hat sich mit 13,4 Mio. Euro mehr als verdoppelt.

Das öffentliche Angebot wird etwas anders aussehen als im Herbst: In einer Analyse, die in einigen Filialen der Erste Bank aufliegen, wird mit einem Angebot von zwei Millionen jungen Aktien im Zuge einer Kapitalerhöhung gerechnet. Bis zu zwei Millionen Altaktien könnten hinzu- kommen, heißt es weiter.

Verändertes Szenario

Das Szenario ist nun etwas anders als im Herbst. Denn nach dem verschobenen Börsegang hat Andritz das Kapital und gleichzeitig die Zahl der Aktien auf elf Millionen erhöht.

Einer der Gründe für das Listing ist laut Analysten die geplante Übernahme von Andritz-Ahlstrom, an der Andritz bereits die Hälfte hält. Für die zweite Hälfte müssten die Grazer laut Analysten rund 60 Mio. Euro hinlegen. (Esther Mitterstieler, DER STANDARD, Printausgabe 1.6.2001)

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